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Persistence Tour 5.12.2010 Wien, Gasometer

6. Dezember 2010

Krampus war’s und ich überleg noch immer, ob ich von meiner fast einstündigen Nachtbus-Odyssee oder meinem sehr verwirrenden zwischenmenschlichen südamerikanischen Eindrücken erzählen soll. Naja, beides zu persönlich, ich berichte mal vom Konzert.

Es wäre wirklich die Gelegenheit einmal über alle Bands zu schreiben, die an dem Abend zu sehen waren (ich war pünktlich!), aber sorry, Cruel Hand und Unearth (DER Metalcore-Fahrstuhlmusikschlager) haben mich nicht interessiert. D.R.I. ebensowenig, und ein halbes Lied reicht hier nicht aus um die Band zu bewerten.

Vera Cruz haben einen guten Opener gegeben, sich bemüht, aber die 25 Leute im Publikum zu bewegen, die schon um 18:15 anwesend waren, war ein unmögliches Unterfangen. Das haben auch nicht wirklich Casey Jones geschafft, obwohl da schon mehr Leute eintrudelten.  So richtig voll wurde es übrigends nie, was zwar nicht störe, aber bei Sick of it all etwas schade war.

Evergreen Terrace waren so wie ich es erhofft habe, aber Andrew Carey hat es sichtlich nicht gepasst, das die Menge sich sehr wenig bewegte. Irgendetwas war an diesem Abend auch komisch, so eine richtig fetter Tourabend war es meiner Meinung nach für sie nicht. Schön eine Mischung aus ihren brachialen Stücken und Singalongs gebracht, aber es fehlte mir persönlich ”Loosing blood” und “Smell of summer”. Die beiden gehen mir einfach nicht mehr aus dem Kopf, aber dazu ein andermal. So blieb der Gig von meiner persönlich wichtigsten Band 2010 leider durchschnittlich.

Bei Blood for blood hatte ich das Gefühlt, dass die Leute am engsten standen. Das macht sicherlich einerseits, weil es sich um ein Sideprojekt verschiedenster Hardcoregrößen handelt und deshalb das letzte Mal von 6 Jahren auf Tour waren. Andererseits ist ihr Hardcore-Punk einfach tanzbar, was es einen Genuß machte zuzuhören. Nach post-Konzert-Recherche hab ich Recht behalten und Billy Graziadei von Biohazard war an der Gitarre zu sehen. Hat dem Ganzen gutgetan, seine Stimme war eine Bereicherung des Ensembles.

Was soll man zu Sick of it all sagen? Wer sie mag geht auf all ihre Konzerte. Ich gehöre dazu. Ich kann mir vorstellen mit den Jungs auf ein Bier zu gehen und bei ihnen im Proberaum rumzuhängen. So ein Feeling vermittelten sie wieder auf der Bühne. Mix aus absoluten Old School Scheiben mit eingestreuten Stücken der neuen Platte. Sanctuary, America, Build to last waren Hand in Hand mit Death or Jail und A month of Sundays zu hören. So gehört sich das. Bis zum nächsten Mal! Ich muss sie nächstes Jahr zu ihrem 25 Jährigen Jubiläum einfach in NY sehen…

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