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Death of a Demon – Doomsday Euphoria

19. November 2010

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Label: Fiendforce Records
Erschienen: Oktober 2010
Genre: Doom/Deathrock/Metal

Ich weiß nicht, worüber ich mich mehr freuen soll: über das „Gitarrenbaubuch“ von Martin Koch oder darüber, dass ich endlich das Debut-Album von Death Of A Demon in Händen halten darf. Die Tatsache, dass das Album (seltsamerweise) im österreichischen Großhandel nicht zu kriegen ist und Sänger Lou fast schon virales Marketing auf Facebook betrieben hat, haben mir wirklich lange Zähne gemacht. Insofern hält der Albumtitel bereits, was er verspricht.

Den Liebhaber physischer Tonträger freut bereits die Tatsache, dass die Scheibe im edlen Digipack kommt. Es bereitet dem Auge „sichtlich“ Freude, sich das gelungene Artwork anzusehen und im Booklet zu blättern, ehe die CD wirklich ihren vorgesehenen Weg geht.

Ich kenne die Stimme von Lou nun schon seit der ersten Veröffentlichung von „The Spook“ und habe die Entstehung von DOAD seit einem Bulletin von Lou auf Myspace mitverfolgt. Aus lauter Vorfreude habe ich ja bereits im Jänner 2010 bei Fiendforce um ein Rezensionsexemplar des Albums gebeten (Ja – der frühe Vogel fängt den Wurm).

Aber nun in Medias Res: Es ist deutlich zu merken, dass sich die Herren allesamt seit längeren Jahren kennen und gemeinsame Banderfahrung haben – Death Of A Demon klingt einfach wie eine Einheit. Nach dem ersten Durchlauf steht für mich fest: diesen Weg hätte ein kleiner Musiker mit dem Namen einer polnischen Stadt bereits vor Jahren gehen sollen, dann würden die Massen „How The Gods Kill“ wohl nicht mehr als das letzte gute Danzig Album bezeichnen.

Die Platte hätte von der Produktion her sicherlich noch fetter sein können, allerdings wäre dies wohl auf Kosten der Vocals gegangen. Gerade in diesem Genre werden mäßige Sangeskünste gerne durch brettharte Gitarrenriffs kaschiert. Doomsday Euphoria bietet dem markaten Organ von Lou Gosi den Spielraum, den es verdient. Mit „Resigned (to the Devil) legen die Jungs aus Deutschland eine Nummer an den Tag, die eigentlich direkt aus dem Mississippi-Delta stammen könnte. Filigrane Bluesgitarren, die sich im Laufe des Songs immer weiter aufbauen, bis genug Saft für ein kerniges Solo gepresst ist. So mag ich das – so muss das sein.

Generell kann man bei den Songs immer die „Roots“ heraushören, was mich als musikalischen Pedanten sehr glücklich macht, da ich Musik gerne in ihre Schichten zerlege und mich z.B. eine Zeit lang primär an den Gitarren satt höre. Doomsday Euphoria erweist sich als sehr originelles aber dennoch diffiziles Werk, welches man öfter hören muss, um sämtliche Nuancen des Albums zu erfassen. Allerdings ist dies ein Garant dafür, dass man in Dekaden noch auf „Doomsday Euphoria“ zurückgreifen wird, wenn es bis dato noch CD-Player gibt.

Dies bringt mich auch zum einzigen Wermutstropfen der ganzen Geschichte: Allein das Artwork würde ein Vinylrelease rechtfertigen (vielleicht in einem translucend brown, wie meine Sunn O))) Doppel LP).

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Never say die – Tour 15.11.2010 Wien, Gasometer

16. November 2010

Es ist immer wieder nett, wenn man sich täuscht. Es ist sehr nett, wenn man von einem Abend nicht viel erwartet und man hat mehr Spaß als gedacht. Es ist ausgesprochen nett, wenn man an genau diesem Abend eine neue Band kennenlernt, obwohl der Musik-Snob in einem meint “Ich kenn eh schon genug, so leiwand können die anderen Sachen auch nicht sein.”

Vincent sieht das Gott sei Dank nicht so. Deshalb war er sofort dabei, als ich vorschlug in den Gasometer gestern Abend zu fahren. Mit einem Liter Eistee gedopt die Überraschung des Abends: Emmure.

Diese Mischung aus Deftones, Limp Biskit, Down, Korn und True Illusion hat einfach fasziniert. Es lag nicht nur daran, dass der Sound einem die Haare zu Berge stehen ließen und Gänsehaut erzeugte, es war ein Klangkörper der mich einfach einnahm. Und was absolut erstaunlich war: Die Gasometer-Besucher haben die Truppe gekannt und mitgesungen. Ich lass jetzt mal weg, dass der Moshpit voller jungen Leuten war, die sich wieder mal gegenseitig die Zähne einschlugen. Das nur nebenbei. Sonst guter Gig. Lag am charismatischen Sänger, der eindeutig vermittelte, er sei hier. Und zwar im Hier und Jetzt. Böses Gesicht in die Menge gerichtet. Scheiß-drauf-umgedrehtes-Baseballcap, schwarzer Trainingsanzug, weiße Sneakers. Erinnerte an Chino Moreno von den Bewegungen.

Bleeding Through lieferten eine solide Show ab, Comeback Kid kamen nur schwer in die Gänge. Während den ersten paar Songs war ziemlich wenig Bewegung in der Menge, was sich ab “Die Tonight” änderte. Ab da gings bergauf. Mein Lieblingssong vom neuen Album war auch dabei, ich bekomm “G.M. Vincent & I” einfach nicht mehr aus dem Kopf. Fulminantes Ende natürlich mit “Wake the dead”.

Ach ja, da waren ja noch Parkway drive. Fetter sound, die Jungs sehen zwar aus wie eine Highschoolband a la Hawthorne Heights und man denkt, jetzt kommt gleich ein Nickelback Song wenn sie die Bühne betreten, aber … Voll in die Fresse. Ja, mit denen werd ich mich noch beschäftigen.

Nach Hause mit einem Poster, 2 CDs und einen Shirt. Natürlich alles von CBK.

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Barefoot Basement – Barefoot Basement

16. November 2010

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FAErecords
Erschienen: 2010
Genre: Reggae/Ska

Dass Reggae/Ska nicht immer eintönig (ja…ich musste mir hier einen two-tone Witz verkneifen) sein muss, zeigt das Nonett aus Wien und Umgebung. Barefoot Basement nennen sich die acht Herren und die Dame, die den karibischen Beats ihren eigenen Stempel aufdrücken wollen. Ob sie es schaffen? Hören wir mal in die vorliegende Promo-CD (es handelt sich dabei um einen Live-Mitschnitt aus Wiesen) rein und bringen dann unsere Gedanken zu Papier:

Sehr erstaunt mich die Tatsache, dass es sich bei der CD um einen Live-Mitschnitt handelt, da die Aufnahmen absolut Studioqualität haben. Der Bass kommt sehr druckvoll und bietet gemeinsam mit dem Schlagzeug den nötigen Rahmen für eine chillige Soundsession. Besonders gut gefällt mir neben den hervorragenden Bläserarrangements auch der Einsatz eines Akkordeons.

Anfänglich misstrauisch ob der Abwesenheit eines Vokalisten, wurden jedwede Zweifel bereits beim zweiten Titel der Nummer ausgelöscht. Jeder der neun Musiker (man möge verzeihen, dass ich hier auf das „Gendern“ verzichte) versteht sein Handwerk und die gesamte Truppe wirkt wie eine Einheit. Ich muss mir immer wieder vor Augen halten, da es hier aufgrund einer Live-Aufnahme keinerlei Overdubs o.ä. gibt. Die Quintessenz des Reggae/Ska liegt eindeutig im Rhythmus und genau hier finden Barefoot Basement immer den richtigen Zeitpunkt, um Höhepunkte zu setzen.

Auch scheut sich die Band nicht davor vom Walzer-Takt in den Off-Beat zu wechseln. Die Ohren der Hörer erfreuts.
Resümierend darf ich also festhalten: eine musikalisch sehr versierte Kombo mit einem Werk, das man von der ersten bis zur letzten Sekunde vollends genießen kann. Überrascht hat mich der Track „Finding the Words“, wo schlussendlich doch eine grazile Frauenstimme mit ihrem Gesang besticht. Für mich ein absolutes Novum, bin ich doch eher Organe von Robert Ylipää, Buster Bloodvessel und Co. gewöhnt.

Für mehr Infos besucht www.myspace.com/barefootbasement

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As I lay dying 6.11.2010 Wien, Gasometer

14. November 2010


Wieder einmal ein Konzert im Gasometer, wo man sich eigentlich schwören sollte nie wieder diese Lokalität zu besuchen. Aber beginnen wir am Anfang.

Die Bands beginnen immer früher. 19:30 steht auf der Website, geschätzte Ankunft meinerseits um 20:40, also haben wir die ersten beiden Bands schon verpasst. Wo sind die guten alten Zeiten, wo man sicher sein konnte, dass sich nix innerhalb der ersten Stunde nach open doors tut? Egal. Das war Schock Nummer eins. Der nächste: Heaven shall burn ist Headliner und DAVOR spielen As I lay dying. WTF? Ist die deutsche Metal-Core Truppe, die meines Erachtens nach zwei sehr eintönige Tonträger als Letztes veröffentlicht hat, wirklich populärer als DER amerikanische Exportschlager? Naja, das haben wir dann etwas später herausgefunden.

Man quetscht sich ins Gemänge (war der Abend ausverkauft? hat sich so angefühlt, als mein Nachbar, 16 Jahre, 95 kg sich an mich geschmiegt hat), erträgt die ersten 4 Songs, wo der Sound wieder einmal extrem schlecht ist und hofft, dass der größere Typ vor einem vielleicht doch das Weite sucht, damit man wenigstens irgendetwas sieht. Ich bin mit der Songauswahl zufrieden, bekomme “An ocean between us” und “Andorean sea” und bin glücklich. Weniger glücklich sind alle anwesenden, die sich “Forever” gewünscht haben. Nächstes Mal wieder. Keine Zugabe nach einer Stunde, nicht das beste Konzert von ihnen, aber was soll man machen…

Fazit: Viele Leute sind nach As I lay dying nach Hause gegangen, Heaven shall burn waren so wie immer (kann man jetzt positiv oder negativ sehen) und ich ärgere mich wieder, warum eine meiner Lieblingsbands in dieser soundtechnisch low-quality Halle spielen musste.

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Danzig – Deth Red Sabaoth

17. Oktober 2010

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Evilive/The End Records
Erschienen: Juni 2010
Genre: Doom/Gothic Metal

Ich liebe die alten Misfits, ich vergöttere Samhain und ich steh total auf Danzig. Letzteres traf zumindest auf die ersten vier Alben zu. Mit den Werken “I Luciferi” und “Circle Of Snakes” konnte ich mich gar nicht mehr identifizieren. Jetzt bringt der Altmeister mit “Deth Red Sabaoth” einen neuen Longplayer zu gehör, bei dem das Artwork zumindest mal wieder sehr zu gefallen weiß.

Die Fachpresse hat das Album in den höchsten Tönen gelobt; ich bin da jedoch etwas vorsichtiger in meiner Beurteilung.
Zumindest klingt Glenns Stimme wieder etwas kraftvoller und wohl dosierter als auf den Vorgängern. Schon mit dem Eingangsriff von “Hammer Of The Gods” (der Titel erinnert mich unweigerlich an Led Zeppelins Immigrant Song: “We come from the land of the ice and snow, From the midnight sun where the hot springs blow….) wird dem Hörer bewusst: Die 80er sind vorbei und es reicht nicht mehr, BC Rich Gitarren zu spielen, um böse zu wirken.

Die Gitarrenläufe sind Tommy Victor förmlich auf den Leib geschneidert und es wird mit Pinch Harmonics nicht gespart. Positiv überrascht mich die Nummer “Rebel Spirits”: Fuß vom Gas und wieder auf die Ursprünge besinnend, zeigt der Altmeister, dass er noch im Stande ist, wirklich gute Nummern zu arangieren (und die Double-Bass Einsätze ab Schlagzeug geben dem Ganzen eine Prise Moderne).

“Black Candy” könnte direkt eine alte Nummer in neuem Anstrich sein. So liebe ich Danzig und vor dem geistigen Auge des Fans bauen sich wieder prallbusige Blondinen auf, die Glenn umschmeicheln. Spätestens bei “On A Wicked Night” muss ich mir selbst eingestehen, dass ich das Album zu früh abgestempelt habe. Abseits der Körpergröße, zählt Glenn Danzig noch immer zu den Granden eines Musikgenres, welches voller Mystik, Okkultismus und Dunkelheit steckt und mit “Deth Red Sabaoth” gibt er Fans den Glauben wieder, den die meisten nach “How The Gods Kill” für verloren hielten.

Lediglich eine Frage beschäftigt meine Synapsen und Transmitter gerade: Wer kommt auf die Idee, den schlechtesten Track als Opener auf ein Album zu packen???

Kurzum: keine “Lucifuge” aber trotzdem wieder ein kleiner Schritt in die richtige Richtung.

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Donots (Support: The Gogets) 8.5.2010 ppc, Graz

16. Mai 2010

Eigentlich wäre mir das Ticket ja zu teuer gewesen, aber – wie das Leben so spielt – kamen wir dann durch ein Gewinnspiel doch gratis zu den Donots.

Aufgrund der mangelnden Vorbereitungszeit kaum noch Liedtexte im Kopf, keine Vorstellung mehr wie die Band aussieht – egal. Ab in die Straßenbahn, wo mir ein nicht mehr ganz so junger Punk gegenübersitzt, und auf zum ppc.

The Gogets aus Wien eröffnen die Show enthusiastisch, aber vor allem: laut. Lags an den strapazierten Ohren oder am abgehärteten Techniker – die ersten paar Lieder haben auf jeden Fall wachgerüttelt. Eine zu “hell” klingende Hi-Hat und die insgesamt sehr laute Abmischung haben es gar nicht so leicht gemacht, der durchaus rockig-guten, österreichischen Musik zuzuhören.

Nach dem kurzen Set der Gogets wird ab-, um- und aufgebaut. Der Raum füllt sich, aber von richtigem Gedränge keine Spur. Bandmitglied für Bandmitglied betritt die Bühne; es wird lauter. Beim Umsehen dann die Erkenntnis: den kenn ich doch, der saß doch vorher mit mir in der Straßenbahn. Der Gitarrist der Band, der den wunderbaren Namen Guido Knollmann trägt, fährt also noch ganz down-to-earth mit der Straßenbahn.

Als zugegeben nicht unbedingt Donots-Freak war der Anfang der Show eher wenig mitreißend. Viel Langsames, wenig zum spontanen Mitgrölen und insgesamt eher ruhige Stimmung. Im linken, vorderen Teil des Publikums macht sich aber immer offensichtlicher ein Moshpit breit, der sich durchaus sehen lassen kann.

Im weiteren Verlauf werden die Lieder immer rockiger, die Menge ausgelassener. Der Moshpit wird zum Circlepit, T-Shirts haben bei der männlichen Bevölkerung längst ausgedient. Fast schon gegen Schluss präsentieren die deutschen Jungs – mittlerweile schon Männer – den ersten wirklich bekannten Hit – Don’t stop the clocks.

Doch erst in der Zugabe zeigt sich, was die Donots wirklich auf dem Kasten haben. “Whatever happened to the 80′s” und “We’re not gonna take it” werden hintereinander hinausgeballert und machen so richtig Lust auf mehr. Nach einer weiteren Zugabe verschwinden alle bis auf Ingo und Guido von der Bühne. Die Anweisung: “Ihr setzt euch jetzt mal alle auf den Boden. Wir spielen nämlich jetzt unser letztes Lied – aber nicht von hier oben, sondern von da unten in der Mitte.” Die Menge nimmt Platz, die komprimierte Acoustic-Version der Band platziert sich inmitten der ihnen zu Füßen Sitzenden.

Als letzter Song wird “Superhero” gespielt. Rhythmisches Publikums-Applaudieren als Schlagzeug, überraschend gelungenes Singen von Tonfolgen als Bridge – währenddessen findet Ingo immer noch Zeit, mit den Handys und Kameras des Publikums die Dinge aus seiner Sicht zu filmen und dann brav zurückzugeben. Wenn es einen schönen Abschluss für ein Donots-Konzert gibt, dann war es mit Sicherheit dieser.

Auch wenn Ingos Stimme teilweise kaum zu hören war und der Anfang der Show fast schon zäh war – gelungene Zugaben und ein krönendes Ende machen das durchaus wett.

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Laura And The Comrats – Creating Memories

15. März 2010

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VÖ: 23.04.2010
Label: Lindo Records
Genre: Folk / Akustisch / Folk Rock
laura & the comrats on MySpace

Musik, um zu sinnieren und in sich zu gehen. Die Welt zieht an einem vorbei, während man aus dem Zugabteil blickt und die Landschaft vorüberzieht. Regentropfen prasseln an die Fensterscheibe und der Blick führt ins Leere.

Eine Reise ins Ungewisse – Laura Rafetseder und ihre Comrats nehmen den Hörer mit und liefern mit “Creating Memories” den Soundtrack für diesen Roadtrip. Die Songwriterin strickt mit ihren Songs förmlich ein Gewebe, in dem sich Erinnerungen verfangen und sich ins Gehirn brennen. Ihre Mitmusiker Marc Bruckner (Drums, Cajon, Harp), Michael Huber (Gitarre, Mandoline) und Martin Mixan (Kontrabass) sowie die Gastmusiker Stephan “Stoney” Steiner (Violine) und Gernot Feldner (Piano) betten Lauras Stimme in wunderschöne instrumentale Arrangements.

Insgesamt eine sehr gut gelungene Produktion mit erstklassigem Songmaterial. Seit “Tell Me A Poem” von Papermoon habe ich kein Album österreichischer Künstler aus dem Acoustic/Folk Bereich mit weiblichen Vocals gehört, auf dem jeder Song überzeugt. Ein langlebiges Album, weil “Creating Memories” wirklich fesselt. Ich kann dieses Album nur weiterempfehlen und wird sicher in meiner kommenden Heavy-Rotation vorkommen.

Wenn ihr noch nichts von ihr gehört habt, merkt euch diesen Namen: Laura Rafetseder.

Anbei noch eine Live-Performance zum Album-Opener “Rise”:

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Abacay – Victims Of Circumstances

13. März 2010

abacay
Released: 2010
Label: Whiterock Records
Genre: Pop / Electro / Rock
Abacay on MySpace

Akustikgitarre, unterlegt mit elektronischen Beats, die von einer fast engelsgleichen Stimme abgerundet werden. Das deutsche Duo “Abacay” bestehend aus Sängerin Melany Morganstern und Soundzauberer Miles Torrance präsentiert sich auf dem vorliegenden Album “Victims Of Circumstances” elektro-popig dominiert, zeigen aber doch ein Spektrum von chilligen bis zu echt tanzbaren Songs, was die Tempi betrifft. Sängerin Melany meistert jede Gangart mit Bravour. An und für sich ist die Mischung aus trance-artigen Beats, verbunden mit Gitarrenpop recht ungewöhnlich respektive im Vorhinein zum Scheitern verurteilt. Abacay treten mit ihrem Album den Gegenbeweis an. Obwohl nicht unbedingt mein heimisches Genre, fühle ich mich beim Konsum dieses Albums doch recht wohl, möchte aber nicht zu viele Worte darüber verlieren. Dies überlasse ich lieber der bezaubernden Melany und den Lyrics von Abacay. Das Album ist seit September 2009 als physischer Datenträger als auch in sämtlichen Download-Stores erhältlich.
Anbei eine Neuinterpretation von “Boulevard Of Broken Dreams”, die ich euch nicht vorenthalten möchte:

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Heavy Rotation – Februar

3. März 2010

motorcash:
Cream – Disraeli Gears
The Mighty Mighty Bosstones – Pay Attention
The Raconteurs – Consolers Of The Lonely
Canned Heat – Boogie With Canned Heat
B B King and Eric Clapton – Riding With The King

Bepppo:
Black Rebel Motorcycle Club – Baby 81
The Lawrence Arms – Buttsweat and Tears
Modest Mouse – Good News for People who Love Bad News
Eleven - Eleven
Ben Folds Five – The Unauthorized Biography of Reinhold Messner

ghostini:
All Time Low – So Wrong, It’s Right
Zufallstreffer – Alles was ihr wissen müsst
A Change Of Pace – Prepare The Masses
Bowling For Soup - Drunk Enough To Dance
Cobra Starship – While the city sleeps, we rule the streets

jonrodchenko:
Editors – In this light and on this evening
Kings of Leon – Only by the night
Tocotronic – Schall und Wahn
Machine Head - The Blackening
Earth Crisis – To the death

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Martin Klein – Songs for my Piano

3. März 2010

Label: Lindo Records

Erschienen: 2008

Genre: Piano-Pop

Piano-Pop. Melancholischer Piano-Pop. Traurig-melancholischer Piano-Pop. Traurig-melancholischer Balladen-Piano-Pop. Das alles und viel mehr:

Martin Klein erschafft mit Klavier und Stimme einen großen Haufen Atmosphäre. Da steckt Emotion und sehr viel Herzblut drin, man hört es in jeder Sekunde, in jedem Atemholen, in jedem Tastenanschlag. Und apropos Herz: die alte Pumpe im frakturierten Zustand ist auch das lyrische Hauptthema. Und irgendwie will sich nicht das Gefühl einstellen, dass sich der junge Mann in einem positiven State of Mind befindet. So zieht sich die Tragik und Trauer durch das Album, nur manchmal keimt Hoffnung auf, wie ein vereinzelter Sonnenstrahl durch ein Wolkendecke.

Z.B. auf „Don’t let it get you down“ werden die Tasten gerockt und der Beat nach vorne getrieben. Kaum hätte man sich an das gefällige Piano-Riff gewöhnt und die Finger in Schnipp-Position gebracht, fährt Herr Klein den ganzen Apparat aber mehrere Intensitäts-Etagen runter. Es folgt ein Trio, das sich gewaschen hat.

„Dawn has broken“ klingt wie der grausame Morgen der Erkenntnis nach einer Nacht, in der man seinen Schmerz im Alkohol ertränken wollte. Wer immer für diese tiefe seelische Wunde verantwortlich ist, inspirierte auf jeden Fall ein sehr beklemmendes Stück Musik. Wen diese Radiohead-esque Nummer kalt lässt, füllt auch seine Schuhe jeden Morgen mit Glasscherben.

In der „Dream World“ tauchen dann einige optimistische Akkorde auf. Klar, tiefer als am Boden kann die Seele ja nicht mehr sein, vielleicht hilft die Sonne dem Gemüt wieder auf die Sprünge. Aber die Ernüchterung kommt bald, wenn man einsieht, dass „Far Away“ für heute zu weit weg ist. Mit jeder einsamen Klaviernote einen Schritt weiter voneinander entfernt. Gesungen im besten Falsett, die Stimme am Rand des Zerbrechens, unverkennbar traurig, verbissen, gebrochen.

Erst mit „Rush“ rückt er der Groove wieder in den Vordergrund, was nach diesem Seelenstriptease etwas verstörend wirkt. Man braucht nämliche eine Weile, um sich aus dem Sog der Verzweiflung, die die Songs verbreiten, zu befreien. Aber das verlangen wir ja auch von Musik: sie soll uns einfangen und unser für die Dauer des Silberlings nicht mehr loslassen. Und das schafft Martin Klein nur mit Klavier und Stimme.

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